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Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kunst- und Kulturmuseen seit 2020 mit dem innovativen Programm Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW in ihren Kernaufgaben – dem Sammeln, Erforschen und Vermitteln. Zu diesem Zweck stärkt das Programm einerseits das individuelle Profil der beteiligten Museen und unterstützt andererseits die wissenschaftliche Ausbildung junger Wissenschaftler*innen am Museum sowie ihre Vernetzung innerhalb der scientific community.

Die Forschungsvolontariate schaffen für Volontierende erstmals seit 2020 ein spezifisches Ausbildungsprogramm in der Erschließung und Erforschung von musealen Sammlungen. Ab 2023 erweitert der vielfältige Forschungsbereich der Bildung und Vermittlung mit Schwerpunkten in der Teilhabe, Diversität und Inklusion das Forschungsspektrum. Ein wissenschaftliches Begleitprogramm, organisiert und realisiert unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Ulli Seegers am Institut für Kunstgeschichte der HHU, ermöglicht den Volontierenden zudem den Austausch untereinander sowie die aktive Teilnahme an aktuellen Museums- und Forschungsdiskursen.

Mehr Informationen über den Verlauf einiger Forschungs­projekte erhalten Sie in der digitalen Postersession, 
welche im Rahmen der Tagung "Forschung im Museum" stattfand. 
(Stand: Dezember 2021)

In der Broschüre finden Sie einführende Informationen zu allen 25 Forschungs­projekten und Ansprechpersonen der ersten Förderrunde von 2020 bis 2022.
(Stand: Februar 2022)

Aktuelles

Stellenausschreibungen

Aktuell sind folgende Stellen für Forschungsvolontariate ausgeschrieben:

Bitte wenden Sie sich bei Interesse und Rückfragen direkt an die jeweiligen Ansprechpersonen der Museen.

Weitere interessante Jobangebote im Bereich Kunst und Kultur finden Sie auf KUnnect, der Kooperationsbörse für Kunst und Kultur des Masterstudiengangs KuK.


Fortsetzung des Programms Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW

Ab 2023 setzt das Land NRW die Förderlinie in Kooperation mit der HHU fort

Das Land Nordrhein-Westfalen setzt das 2020 gestartete Programm zur Förderung der Kunst- und Kulturmuseen in Nordrhein-Westfalen und des wissenschaftlichen Nachwuchses fort.

In einer 2023 beginnenden zweiten Förderphase unterstützt das Miniterium für Kultur und Wissenschaft die Kunstmuseen im Land erneut mit Forschungsvolontariaten. Neben Projekten zur Sammlungsforshcung werden ebenso Forschungsprojekte im Bereich der Bildung und Vermittlung, Diversität und Teilhabe ermöglicht. 

Die Bewerbungen wurden durch eine Jury gesichtet und einer fachlichen Bewertung unterzogen. In der Jury vertreten sind Dr. Jochen Link, Referatsleiter für Visuelle Künste, Provenienz, MKW NRW, Prof. Dr. Ulli Seegers, Projektleiterin und Professorin für Kunstvermittlung und Kunstmanagement, HHU Düsseldorf, Dr. Elke Kollar, Abteilungsleiterin Kommunikation und Kulturvermittlung, Badisches Landesmuseum Karlsruhe & Vorsitzende des Bundesverbandes Museumspädagogik e.V. und Prof. Dr. Annette Tietenberg, Professorin für Kunstwissenschaft mit dem Schwerpunkt 19./20. Jahrhundert, HBK Braunschweig.

Im Fokus: Forschung im Museum

P-r-odcast: Forschende Museen

Pilotfolge p-r-odcast mit Yagmur Karakis & Eva Caroline Eick

P-r-odcast ist ein neuer kulturwissenschaftlicher Podcast hervorgegangen aus dem Forschungsvolontariat am Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt.

Yagmur Karakis, Historikerin und aktuell Doktorandin im Arbeitsbereich Globalgeschichte, arbeitete bis 2022 im Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt als Forschungsvolontärin und entwarf in dieser Zeit ein umfassendes Konzept für die Offenlegung der Provenienzen aller Sammlungsbestände. Auf dem Blog p-r-ogress - Provenience Reserach and Progress -  zeigen Yagmur Karakis  und eingeladene Expert:innen dazu den komplexen und kulturell bedeutenden Prozess der Provenienzforschung an ethnologsichen Museen in Blog- und Medienbeiträgen auf.

Gespräche lassen sich nicht immer in lesbare Texte gießen. In der Pilotfolge von p-r-odcast fächern Yagmur Karakis und Eva Caroline Eick ausgehend von der im Dezember 2021 stattgefundenen Tagung "Forschung im Museum" an der HHU das breite Sprektrum musealer Forschung auf. Neben dezidierten Forschungsfeldern wie Provenienzforschung oder kuratorischer Forschung geht es auch um Wissenschaftskommunikation und bisweilen problematische Arbeitsbedingungen und das Museum, das manchmal nicht nur Arbeits- sondern auch Lebensraum ist.

Fünf Fragen, fünf Antworten

Akademische und museale Forschung im Vergleich

Im Redaktionsgespräch mit Andrea Rosicki, Online-Redakteurin für Wissenschaftskommunikation der Philosophischen Fakultät an der HHU,  stellt die Projektkoordinatorin Eva Caroline Eick das Programm Froschungsvolontariat Kunstmuseen NRW vor und zieht nach zwei Jahren Projektlaufzeit eine Zwischenbilanz zum Begleitprogramm.

Wie sich das Programm seit 2020 entwickelte, auf welche Art sich auch Studierende des Instituts für Kunstgeschichte der HHU für das Programm qualifizieren und warum es manchmal gar nicht so einfach ist akademische und museale Forschung miteinander zu verbinden,  erfahren Sie im Bericht und Interview.

Ringvorlesung im Wintersemester 2021/2022

Die Ringvorlesung „Forschung im Museum“ (WiSe 2021/22) brachte Studierenden und Interessierten das breite Spektrum musealer Forschung an konkreten Fallbeispielen näher. Dazu stellten 15 Forschungsvolontierende aus dem  Förderprogramm „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ ihre abgeschlossenen und laufenden Forschungsprojekte vor und gaben praxisnahe Einblicke in die unterschiedlichen Dimensionen musealer Forschung, darunter Themenkomplexe wie Sammlungsforschung, kuratorische Forschung, künstlerische Forschung oder Provenienzforschung. Studierende und Interessierte erhielten einen thematisch breiten Einblick in neu gewonnene Erkenntnisse aus den anwendungsbezogenen Forschungsprojekten der Kunst- und Kulturmuseen in NRW. Die Ringvorlesung griff darüber hinaus aktuelle Diskurse aus der Museologie, Sammlungs- und Objektforschung sowie der Vermittlung von komplexen wissenschaftlichen Erkenntnissen im öffentlichen Wirkungsraum Museum auf. Im Dialog mit den Teilnehmden der Ringvorlesung mündeten die wöchentlichen Reflektionen über die vielfältigen musealen Forschungsdimensionen auch zu einem Nachdenken über die Zukunft des Museums.

Online am 02./03. Dezember 2021

Ohne Forschung zu betreiben, wären Museen lediglich Informations- und Objektspeicher von verwirrender Vielfalt. Für die Erhaltung, Untersuchung, Präsentation und Vermittlung ist ein ganzes Team von Spezialist:innen nötig. Museale Forschung nimmt Sammlungen und ihre Genese kritisch in den Blick, hinterfragt den (kunst-)historischen Kanon, reflektiert die Institution Museum und stellt ihre Befunde einer großen Öffentlichkeit in Ausstellungen, Publikationen und Vermittlungsangeboten zur Verfügung.  All dies geschieht nicht losgelöst, sondern im interdisziplinären Austausch und interinstitutionellen Verbund zwischen Museen, Hochschulen und ihren Akteur:innen. Was genau bedeutet Forschen und Ausstellen im Museum heute und in Zukunft? Welche Konsequenzen ziehen insbesondere Kunst- und Kulturmuseen aus dem Anspruch zu forschen für ihr Selbstverständnis und ihre Praxis? Und wie kann in diesem Zusammenhang ein produktiver Dialog zwischen anderen Akteur:innen und Orten der Wissensproduktion entstehen?

Ziel der im Rahmen des Förderprogramms organisierten Online-Jahrestagung  der Forschungsvolontierenden „Forschung im Museum“ am 02./03. Dezember 2021 war es, Museen als Orte, an denen Wissen produziert und vermittelt wird, aus unterschiedlichen Perspektiven zu untersuchen und über mögliche Erweiterungen von institutionalisierter Wissensproduktion in Austausch zu treten. Das Veranstaltungsteam der HHU Düsseldorf lud dazu Forschende, Volontierende, Studierende und interessierte Gäste zum Dialog mit Expert:innen aus verschiedenen Feldern der musealen und universitären Forschung ein, um Visionen, Ideen und Projekte zur Forschung im Museum zu diskutieren.

Podiumsdiskussion: Die Zukunft des Museums. Forschung in Kunstmuseen auf neuen Wegen?

Im Rahmen der Tagung "Forschung im Museum" diskutierte die Ministerin für Kultur und Wissenschaft Isabel Pfeiffer-Poensgen am 02. Dezember 2021 im Kölner Museum Ludwig mit Museumsexpert*innen über die Zukunft musealen Forschens und Wirkens. Die Podiumsdiskussion wurde ausgerichtet in Kooperation mit der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, dem Museum Ludwig und dem WDR 3. Das Gespräch, moderiert von Dr. Michael Köhler, können Sie in der Sendereihe WDR 3 Forum in der WDR-Mediathek nachhören.


Neuigkeiten aus dem wissenschaftlichen Begleitprogramm

Von Sammlungshighlights und kunsthistorischem Kanon
Abschluss des wissenschaftlichen Begleitprogramms im MGK Siegen

Im Mittelpunkt einer Sammlungspräsentation stehen häufig die sogenannten „Highlights“, Kunstwerke, denen eine besondere Bedeutung innerhalb des künstlerischen Gesamtwerks oder dem Profil der Sammlung zugeschrieben werden. Demgegenüber steht eine andere Gruppe weniger populärer und seltener gezeigter Arbeiten. Die Aufnahme in Sammlungen und (regelmäßige) Präsentation künstlerischer Positionen in Museen sind allerdings machtvolle Werkzeuge der Kanonisierung und Repräsentation. Am Beispiel der Ausstellung Lange nicht gesehen! Ein Blick in die Tiefen der Sammlung tauschen sich die Forschungsvolontierenden und Gäste über Bedingungen aus, die zur Kanonbildung in den Künsten beitragen. Was macht ein Kunstwerk zum Highlight? Welche Ausschlüsse wirken in der Bewertung von Kunst durch Institutionen wie das Museum oder das akademische Umfeld? In ihrem Impulsvortrag gibt Dr. Anja Schürmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am interdisziplinären Forschungskolleg des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen, Einblick in Ihre Forschung zum Kanon und Problematik einer Kanonöffnung.

Künstler:innennachlässe in Museen und Archiven
Forschungszentrum Museum

Künstler:innen-Nachlässe, egal ob sie als Vorlass, Schenkung, Erwerbung oder Leihgabe in eine Sammlung Einzug finden, stellen ein Museum vor die gleichermaßen spannende wie herausfordernde Aufgabe der Erschließung und adäquaten Vermittlung. An den drei Beispielen der Künstlernachlässe Jankel Adlers, Oscar Zügels und Kurt Schwitters‘ tauschten sich die Forschungsvolontierenden beim 10. Kolloquium in Wuppertal über die Kompetenzen und Grenzen des Museums beim Handling eines Nachlasses in Abgrenzungen zu anderen erhaltenden Gedächtnisinstitutionen.

Die Forschungsvolontärin Kateryna Kostiuchenko erschließt, systematisiert und beforscht seit 2020 im Von der Heydt-Museum Wuppertal den 2018 erworbenen Nachlass des Künstlers Jankel Adler. Der dokumentarische und künstlerische Nachlass wird derzeit in einem Werkverzeichnis dokumentiert und online Verfügbar gestellt. Die Ergebnisse dieses Prozesses sowie eine Auswahl der über 500 Grafiken und Gemälde können Interessierte ab Mai 2022 in der Ausstellung „Jankel Adler. Metamorphosen des Körpers“ betrachten.

Hanna Sauer, Forschungsvolontärin, und ihre Kollegin Marielena Buonaiuto, Restauratorin im ‚Bürgerstiftungs-Volontariat' des Zentrums für verfolgte Künste Solingen widmen sich aktuell aus kunstwissenschaftlicher und kunsttechnologischer Sicht dem Nachlass Oscar Zügels. Ein Beispiel anhand dessen die interdisziplinäre Forschung besonders anschaulich wird ist der Fall des sogenannten Werks „Sieg der Gerechtigkeit“ von Oscar Zügel. Eine umfangreiche kunsttechnologische Untersuchung in Kooperation mit dem Kölner CICS wird in Kürze mehr Informationen zum Entstehungskontext dieses Gemäldes aufdecken.

Dr. Isabel Schulz, Leiterin des Kurt-Schwitters-Archivs im Sprengel Museum Hannover, stellte in ihrem Gastvortrag abschließend die seit langer Zeit betriebenen Aktivitäten des Archivs, dem wahrscheinlich wichtigsten Kompetenzzentrum für die Forschung zu Kurt Schwitters Leben und Gesamtwerk Merz, vor.

Museum & Forschung digital
Von der digitalen Strategie zur Forschungsinfrastruktur

Das Lehmbruck Museum zählt heute mit seiner 100-jährigen Geschichte zu den traditionsreichsten Häusern Deutschlands und gehört mit seinen Werken des 20. und 21. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Skulpturensammlungen Europas. Die umfangreiche Sammlung zu Wilhelm Lehmbruck besteht einerseits aus Kunstobjekten und andererseits aus Publikationen, Archivalien und Dokumenten. Wie lässt sich diese Fülle an Informationen und Objekten nachhaltig systematisieren und zukunftsgewandt sichern sowie einer breiten Öffentlichkeit und der spezialisierten Forschung zur Verfügung stellen? Dieser Frage widmete sich das 9. Kolloquium im Begleitprogramm der Forschungsvolontariate. Im Rahmen des Kolloquiums wurde das Museum als zukunftsorientierter Wissensspeicher befragt. Inke Hahnen stellte dazu ihr Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Lehmbruck – Beuys. Alles ist Skulptur“ vor. Deutlich zeigte sich an der Beschäftigung zu Beuys und Lehmbruck, wie eng museale Grundlagenforschung und kuratorische Forschung miteinander verknüpft sind.

Am Nachmittag stellten Anna Gnyp, Koordinatorin für digitales Sammlungsmanagement am Landesmuseum Württemberg und Johannes Sauter, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Museum Digital des Deutsches Museums München Methoden des digitalen Datenmanagements am Museum sowie die Verknüpfung von objekt- und dokumentbezogenen Forschungsdaten in digitalen Infrastrukturprojekten wie KultSam und NFDI4memory ein. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden, unter welchen Bedingungen Museen, Archive und andere forschende Institutionen nachhaltig ihre digitalen Strategien entwickeln können, um die langfristige Sicherung und FAIR-Verfügbarkeit von Forschungsdaten aus dem Bereich des Kulturerbes zu gewährleisten. Es wurde deutlich, dass dabei auch durchaus kleinere Museen von einer digitalen Strategie profitieren und im besonders die Vernetzung mit anderen Museen sowie der Anschluss an digitale Forschungsplattformen effiziente Netzwerke darstellen.

Provenienzforschung in NRW
Kolloquium und Tagung im LVR-LandesMuseum Bonn

Eine dauerhafte, gründliche Proveninezforschung rückt in Kunst- und Kulturmuseen, aber auch in Archiven, Bibliotheken und anderen sogenannten GLAM-Institutionen, immer stärker in den Fokus. Zunehmend nähern sich Institutionen ihren Sammlungen besonders kritisch, erforschen die Herkunftsgeschichten ihrer Objekte und Dokumente und decken unter Umständen auch Unrechtskontexte auf. Aufgrund der großen Relevanz für den Museumsbetrieb trafen sich die Volontierenden beim mittlerweile achten Kolloquium zu einer zweitägigen Provenienzforschungstagung im Bonner LVR-LandesMuseum.

Die Entscheidung für Bonn als Tagungsort war schnell getroffen: Das LVR-LandesMuseum Bonn erforscht seit vielen Jahren in Projekten und mit einer festen Stelle für Provenienzforschung die eigenen Sammlungsbestände und Kunstankäufe. Darüber hinaus ist mit der Forschungsstelle Provenienzforschung, Kunst- und Kulturgutschutzrecht und dem Masterstudiengang Provenienzforschung und Geschichte des Sammelns an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität ein Zentrum der Provenienzforschung angesiedelt. In naher Zukunft werden zudem die Forschungsaktivitäten zur Provenienzforschung in NRW künftig  durch die Koordinationsstelle für Provenienzforschung in Nordrhein-​Westfalen (KPF.NRW) gebündelt.

Der Tagungsbericht im Blog des LVR-LandesMuseum Bonn von Franziska Helmenstein, Forschungsvolontärin im LMB, gibt einen detaillierten Einblick in das zweitägige Programm.

Forschen und Ausstellen am Beispiel beuys2021
Kolloquium in der Stiftung Museum Schloss Moyland

Am 29. Juli 2021 trafen sich die Forschungsvolontierenden aus ganz NRW in der Stiftung Museum Schloss Moyland, um beim nunmehr 7. Kolloquium mit Beuys-Expert*innen über aktuelle Ausstellungskonzepte und Forschungsergebnisse aus dem Umfeld des Ausnahmekünstlers zu diskutieren.

Für die Stiftung Museum Schloss Moyland erschließt Forschungsvolontär Jonathan Willing derzeit die umfangreichen Bestände der Fotografin und „Beuys-Chronistin“ Ute Klophaus, deren gesamter künstlerischer Nachlass sich als unbefristete Dauerleihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung im dortigen Joseph Beuys Archiv befindet. Bei einem Rundgang stellten die Kuratorin der Ausstellung Joseph Beuys und die Schamanen, Dr. Barbara Strieder, komm. Künstlerische Direktorin der Stiftung, und Sarah Lampe M.A., Leiterin der Abteilung Kunstvermittlung das interdisziplinäre Ausstellungs- und Vermittlungskonzept vor. Die Teilnehmer*innen diskutierten den fachübergreifenden Ansatz aus Kunstgeschichte und Ethnologie, welcher auch Beuys‘ künstlerische Intention untersucht, mit Hilfe von Kunst heilend in die Gesellschaft zu wirken. In der Figur des Schamanen drückte er Transformation und universalistisches Denken aus.

Als besonderes Highlight waren Professor Eugen Blume und Dr. Catherine Nichols, Künstlerisches Leitungsteam des Gemeinschaftsprojektes beuys 2021.100 Jahre Joseph Beuys zum Expert*innengespräch zu Gast. In der Diskussion mit dem erfahrenen Kuratorenteam tauschten sich die Volontierenden ausgehend von den aktuellen Projekten zum Beuys-Jubiläum über den Gegenwartsbezug von Joseph Beuys und die Zukunft des Ausstellens im Museum aus. Das Großprojekt beuys2021 versammelt dafür spannende Ansätze, die das Museum im fortwährenden gesellschaftliche Wandel reflektieren.

Kunst vermitteln im Museum der Zukunft
Kolloquium im Museum Kurhaus Kleve

Im April fand das 6. Kolloquium der Forschungsvolontierenden statt. Zwar tagten die Teilnehmenden erneut digital, jedoch in besonders lebendiger, freundlicher Umgebung: Im Museum Kurhaus Kleve lernte die Gruppe dank der freundlichen Einführung durch Museumsleiter Professor Harald Kunde die Geschichte des MKK und seine Sammlung kennen. Das Museum beherbergt nicht nur das ehemalige Atelier Joseph Beuys‘ im Westflügel, sondern auch zahlreiche Werke aus Beuys‘ frühem Schaffen. Zudem wurde 1988 der Nachlass Ewald Matarés erworben, was das MKK als Zentrum für das Werk des Bildhauers ausweist. Seit den 90er Jahren baut das Museum zudem seine zeitgenössische Sammlung aus; zahlreiche Ausstellungen von Gegenwartskünstler:innen, auch aus der Region, ergänzen das vielfältige Ausstellungsprogramm.

Wie ein Leben als Kunstfreund und Sammler in Dokumenten und Ephemera aussieht und heute aufgearbeitet werden kann, stellte Forschungsvolontärin Julia Moebus-Puck vor: In ihrem Forschungsprojekt widmet sie sich dem Nachlass Gerard Vermeulens (1946-2019), der Zeit seines Lebens das Schaffen und die Ausstellungstätigkeit des Land Art Künstlers Richard Long dokumentierte und archivierte. Leitende Fragen für ihre Aufarbeitung dieses umfangreichen Richard Long-Archivs lauten: Wie nähert man sich einem Archiv? Wie macht man Unsichtbares sichtbar? Wie kann ephemere Kunst ausgestellt werden?

Valentina Vlašić, wissenschaftliche Mitarbeiterin im MKK, nahm im Anschluss den Faden auf und präsentierte die neue Digitale Sammlung des Museums vor. Die in einem Netzwerk aus Kunstsammlungen am gesamten Niederrhein eingebundene Website stellt eine zeitgemäße Möglichkeit dar, Sammlung und Archiv des Museums abzubilden. Übergeordnet besteht eine Verknüpfung zur Deutschen Digitalen Bibliothek und der Europaeana.

Anlass zu einer angeregten Diskussion über die Zukunft des Museums bot der Impulsvortrag unseres Gastes vom Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn, Professorin Dr. Anne-Marie Bonnet: "Metamuseum. Ein/das Museum-Modell der Zukunft?“. Im Anschluss an die thesenartig formulierte Vision für die Revision des Museums diskutierte die Gruppe aktuelle Problemfelder, denen sich die Institution gegenüberstehend sieht. Neben dem Wunsch nach verstärkter interdisziplinärer Zusammenarbeit und dem Aufbrechen hierarchischer Strukturen ist es vor allem die Ermöglichung von Zugängen zu Wissen und gleichberechtigtem Austausch, die Museen zukunftsträchtig werden lassen. Die Diskussion wird sich beim nächsten Kolloquium in der Stiftung Museum Schloss Moyland mit Sicherheit fortsetzen.

Forschungsnetzwerke knüpfen
Kolloquium im StiftsMuseum Xanten

Erneut trafen sich die Forschungsvolontierenden digital zum 5. Forschungskolloquium. Dieses Mal ging es digital an den Niederrhein ins StiftsMuseum Xanten. Herzliche begrüßte die Museumsleiterin Elisabeth Maas die Gruppe und stellte die Entstehung des 2010 gegründeten StiftsMuseums Xanten sowie die historische und heutige Nutzung der Gebäudeteile des ehemaligen Viktor Stifts vor.

Hannah Metzner stellte im Anschluss ihr Forschungsprojekt zur Aufbereitung der Sammlungsbestände für die Erforschung und Vermittlung in universitären und außeruniversitären Kultur- und Forschungseinrichtungen vor. Eine erste Zusammenarbeit ist beispielsweise mit dem Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der TU Dortmund ist im Rahmen einer Lehrveranstaltung von Dr. Niklas Gliesmann für das SoSe 2021 geplant.

Im Anschluss erhielten wir einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Restaurierungswerkstatt mit Restauratorin und Museumspädagogin Claudia Kienzle. Sie stellte den Teilnehmenden die StiftsBibliothek sowie das StiftsArchiv in Hinblick auf geschichtliche, konservatorische und vermittlungsbezogene Aspekte vor. Im Zuge der institutionellen Neuaufstellung des Museums werden außerdem neue Vermittlungsformate konzipiert und die Verbindung der Arbeitsbereiche Restaurierung und Vermittlung zielgruppengerecht intensiviert.

Im abschließenden Impulsvortrag "Hochschule im Museum - Kooperation, Prozess und Chance" stelle Dr. Niklas Gliesmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunst und Materielle Kultur, Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der Technischen Universität Dortmund die Besonderheit der Kooperationen des Seminars für Kunst und der TU Dortmund vor. Denn die Vermittlung aktueller Forschungsergebnisse am Puls der Zeit und mit Blick auf die Erwartungen verschiedener Zielgruppen ist ein Kern der Lehre an der TU Dortmund. Partner im Fach Kunst sind vor allem Museen und Ausstellungshäuser sowie Schulen. In Co-Konstruktion werden miteinander beidseitig gewinnbringende Formate konzipiert und durchgeführt, so auch schon bald im StiftsMuseum Xanten.

Volontariat in Zeiten einer Pandemie
Ein Kommentar aus dem Museum MARTA Herford

Im Marta Blog, dem museumseignenen Blog des Marta Herford,  berichtet Forschungsvolontärin Katharina Bergmann von ihren Ausbildungserfahrungen in Zeiten der Pandemie.  Der Einstieg in den ersten Job nach der Universität stellt viele Auszubildene und Volontierende vor coronabedingte Herausforderungen im Arbeitsalltag . Und von einem normalen Regelbetrieb im Museum kann auch Monate nach dem ersten Lockdown nicht die Rede sein. Doch birgt diese Ausnahmesituation vielleicht auch Chancen für den Kunst- und Kulturbetrieb? Mehr dazu erfahren Sie im aktuellen Blogbeitrag.

Sammlungsrevision und Neupräsentation
Kolloquium im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Das 3. Kolloquium der Forschungsvolontariat fand aufgrund der steigenden Infektionszahlen nicht vor Ort im Wallraf-Richartz-Museum, sondern per Videokonferenz statt. Neben Gästen aus anderen im Projekt beteiligten Museen nahm auch die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Frau Isabel Pfeiffer-Poensgen an dem Kolloquium zur Sammlungsrevision und Neupräsentation teil.

Im Mittelpunkt standen zwei der fünfundzwanzig Projekte, welche sich intensiv mit der Sammlungsneubetrachtung und der Entwicklung neuer Formen von Bestandskatalogen befassen. Maria Ostritz forscht hierzu im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. Das älteste Museum der Stadt Köln bewahrt in seinem großen Bestand eine bedeutende Sammlung von niederländischen Landschaftsmalern des 17. Jahrhunderts auf. Zuletzt wurde die Sammlung vor ca. 50 Jahren beforscht und in einem umfassenden Bestandskatalog aufbereitet. Um seitdem stattgefundene kunsttechnologische Untersuchungen und wissenschaftliche Rechercheergebnisse abzubilden, wird die Sammlung neubearbeitet und künftig in einer Ausstellung sowie in einem Online-Portal öffentlich zugänglich gemacht.

Jan-David Mentzel ist als Forschungsvolontär im LVR-LandesMuseum Bonn tätig. Im Bereich der umfangreichen kunsthistorischen Sammlung verfügt das Museum über einen einzigartigen, bislang jedoch nur in wenigen Ansätzen aufgearbeiteten Bestand an niederländischen Gemälden. Im Zuge des Forschungsvorhabens werden die ca. 200 Gemälde umfassend erforscht: Ziel sind ein Bestandskatalog, die Präsentation in der neuen Dauerausstellung des Museums und eine Ausstellung.

Dass es bei derartiger Erforschung von Sammlungsbeständen auf die Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen wie anderen artverwandten Museen und Hochschulen ankommt, bekräftige die Kunsthistorikerin und Professorin am Kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn Prof. Dr. Ulrike Birgit Münch. In ihrem Impulsvortrag „Laboratorium ‚Kooperation zwischen Museum und Uni‘, oder: wie beackert man gemeinsam das Forschungsfeld?“ beleuchtete sie anhand eigener Erfahrungen mit kooperativen Forschungsprojekten die Bedingungen gelingender interinstitutioneller Zusammenarbeit.

Das 4. Kolloquium wird im Dezember stattfinden. Anhand des Forschungsprojektes im Marta Herford zur Entwicklung eines digitalen Verbundkatalogs zur Online-​Erweiterung der kuratorischen Arbeit wird in zwei Workshops der Umgang mit Objekten von ihrer Inventarisierung und Aufbereitung für Datenbanken hin zur Veröffentlichung von Forschungsergebnissen unter Wahrung des Bild- und Urheberrechts thematisiert.

Wege in die Sammlung: Musealisierung von Privatsammlungen, Archiven und Nachlässen
Kolloquium im Museum Abteiberg

Für das zweite Kolloquium am 12. August waren die Volontierenden zu Gast im Museum Abteiberg in Mönchengladbach.

Dort betreut die Forschungsvolontärin Denise Wegener das Projekt „Fluxus im Rheinland – Fluxus international Sammlung / Archiv Andersch“. Dieses widmet sich der Privatsammlung des Ehepaares Andersch, welche 2018 durch das Museum erworben werden konnte. Neben Fragen zur Art und Weise der Objektinventarisierung und der Übernahme in die bestehende Museumssammlung stellen sich insbesondere jetzt zu Beginn des Projektes Fragen dazu, wie Fluxus-Kunst im Museum ausgestellt und vermittelt werden kann. Auch die Optionen zur Ermöglichung von Forschung an und mit den Objekten in einem Schaudepot werden aktuell diskutiert und künftig im Projektverlauf weiter ausgearbeitet.

Bei drei Parallelführungen konnte die Gruppe das Museum Abteiberg noch genauer kennenlernen: die Sammlungsleiterin und stellvertretende Direktorin Dr. Felicia Rappe stellte die vor Kurzem eröffnete Forschungsausstellung HANS HAACKE. KUNST NATUR POLITIK vor, Denise Wegener führte durch die Sammlung Etzold und Haris Giannouras, wissenschaftlicher Volontär, gab einen Einblick in die aktuelle Sonderausstellung ANDREA BOWERS. GRIEF AND HOPE.

Dr. Karin Lingl, Geschäftsführerin der Stiftung Kunstfonds, und Dr. Wilfried Dörstel, Kunsthistoriker und Kurator aus Köln, setzten am Nachmittag in ihren Impulsvorträgen mit anschließender Diskussion an den neu gewonnenen Eindrücken aus den vorangegangenen Gesprächen an: In ihrem Vortag widmete sich Dr. Lingl der Stiftung Kunstfonds, die sich in ihrem Selbstverständnis als Modell für eine unabhängige Künstlerförderung sowie als Plattform für die Zugänglichmachung von Kunstobjekten und dazugehöriger Forschungsdaten über Vor- und Nachlässe versteht. Dr. Dörstel hinterfragte in seinem Vortrag die Ausstellbarkeit von Fluxus-Kunst und Fluxus-Sammlungen. Beide Vorträge regten schließlich zu einem Fachdiskurs über grundlegende Fragen und Reflexionen über das Museum an: Wer entscheidet im Museum über die auszustellenden und zu erforschenden künstlerischen Positionen und Objekte? Wie verändert die kuratorische Setzung die Rezeption eines Werkes? Und wie kann Forschung diese Kontextänderungen transparent und nachvollziehbar machen?

Das kommende Kolloquium findet im Oktober im Kölner Wallraf-Richartz Museum statt und setzt den angestoßenen Diskurs mit Fragen rund um die Sammlungspräsentation und die Bestandsaufarbeitung fort.

Kennenlernen im Forschungsvolontariat
Kolloquium in der ZERO foundation

Das erste Kolloquium der Volontär*innen des Förderprogramms „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ fand am 03. Juni 2020 in den Räumen der ZERO foundation in kleiner Runde der ersten sieben Volontär*innen statt.

Nach einer Begrüßung durch die Geschäftsführerin der ZERO foundation, Dr. Barbara Könches, und der Projektleiterin am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Professorin Dr. Ulli Seegers, erhielten die Volontär*innen einen Einblick in die Geschichte der Gruppe ZERO. Bei einem Rundgang durch das ZERO-Haus und einem Einblick in die Geschichte der ZERO-Bewegung tauschten sich die jungen Wissenschaftler*innen anschließend in Gesprächsrunden aus.

Wen Bi, seit März wissenschaftliche Volontärin der ZERO foundation, stellte in ihrem anschließenden Vortrag das für den Zeitraum bis Februar 2022 geplante Forschungsvorhaben der ZERO foundation vor. Das Projekt umfasst den Schaffenszeitraum der Gruppe ZERO von 1958 bis 1966 und widmet sich im Kern den technischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten dieser Zeit, die bisher im Kontext der Gruppe ZERO kaum kontextualisiert wurden. Die wissenschaftlich-künstlerische Kooperation mit Lehrenden und Studierenden der Kunstakademie Düsseldorf sowie dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) bildet neben der Aufarbeitung der Archiv- und Sammlungsbestände den zweiten Schwerpunkt des Forschungsvorhabens. Aus dieser Zusammenarbeit soll ein Workshop hervorgehen, der in eine abschließende Ausstellung im Herbst 2021 im ZERO-Haus mündet.

Dr. Tiziana Caianiello, Leiterin des Archivs und zuständige Mitarbeiterin für Publikationen, stellte in ihrem nachfolgenden Vortrag das ZERO-Archiv vor, gab den Volontär*innen Empfehlungen für die Recherche im Archiv und legte die Einbindung der Sammlung in der digitalen Plattform der Stadt Düsseldorf d:kult dar.

Zuletzt formulierten die Volontär*innen ihre Erwartungen an das wissenschaftliche Begleitprogramm und erarbeiteten weitere Themenfelder für die zukünftigen Kolloquien.

Für August ist das nächste Kolloquium im Museum Abteiberg in Mönchengladbach geplant. Dieses wird sich thematisch der Musealisierung von Privatsammlungen und Archiven am Beispiel der im Museum Abteiberg befindlichen FLUXUS-Sammlung Andersch widmen.

Kick-Off Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW
Auftakt des Programms zum Jahresbeginn 2020

Zum Auftakt des Förderprogramms lud die Koordinationsstelle alle Interessierten und beteiligten Akteur:innen aus Museen und Hochschulen zu einem Kick-Off ins Mönchengladbacher Museum Abteiberg ein.  Den Abend eröffnete die Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Isabel Pfeiffer-Poensgen feierlich mit einer herzlichen Begrüßung und Einstimmung auf das neue Förderprogramm des Landes.

In seiner Keynote stellte Dr. Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museums Hannover und Vorstandsmitglied des Deutschen Museumsbundes, auf die besondere Rolle von Volontierenden im Museum ab. Sie leisten und bringen mit ihren Erfahrungen eine junge, unverzichtbare Perspektive in den manchmal eingefahrenen Museumsbetrieb. Auch deshalb sollten Museen Interesse haben, ihre besondere Verantwortung gegenüber dem wissenschaftlichen Nachwuchs ernst zu nehmen und sich für die Interessen von Volontierenden zu engagieren. Silke Hockmann, Volontärin im Badischen Landesmuseum Karlsruhe und von 2019 bis 2020 Sprecherin des Arbeitskreises Volontariat im Deutschen Museumsbund, zielte in ihrem Impulsvortrag hieran anschließend auf die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Ausbildung und eigenverantwortlicher Forschung im Museum ab. Allerdings unterliege das Volontariat in Kultureinrichtungen keinen einheitlichen Richtlinien, weshalb die Arbeit des AK Volontariat hier essentielle Arbeit für die Interessensgruppe Volontierender leiste. Abschließend stellte Dr. Felicia Rappe, stellvertretende Direktorin und Sammlungsleiterin im Museum Abteiberg das im Forschungsvolontariat verfolgten Projekt zu Sammlung / Archiv Andersch vor, mit welchem das Museum einem langgehegten Forschungsdesiderat zu Fluxus Kunst im Rheinland nachgehen wird.

Das Förderprogramm "Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW" erhält Aufmerksamkeit durch die Medien. Ausgewählte Artikel und Online-Beiträge stellen wir Ihnen in chronologischer Form als Linksammlung zur Verfügung.

20.08.22 WZ
Museum Goch zeigt die Sammlung Neumann - Ein Abenteuer
Goch. Kann Kunst atemlos machen? Ja! Im Museum Goch kann man ab 28. August in die „Sammlung Neumann“ lünkern. Regionale Kunst aus dem Füllhorn.

13.08.22 Rheinische Post
Über das Ausstellen von Ausstellungen
Kleve. Ein Archiv zum Anfassen für jedermann: 49 Aktenordner dokumentieren im Kurhaus alle Ausstellungen des Künstlers Richard Long von 1970 bis 2018

August 2022 kunst&gut
Aus der Geste und mit dem Licht
Hamm. Hans Kaiser in zwei Ausstellungen im Gustav-Lübcke-Museum Hamm

19.07.22 Generalanzeiger
Ausstellung im Kunstmuseum Bonn: Wenn die Kunstszene Party feiert
Bonn. Unter dem Titel „Deutscher Kaviar“ zeigt das Kunstmuseum Bonn erstmals einen Überblick über die städtische Fotosammlung. Rund 100 Bilder und Serien von 1965 bis heute sind zu sehen.

30.05.22 Rheinische Post
Interview mit Susanne Titz und Felica Rappe: „Wir wollen mit Kunst Horizonte öffnen“
Mönchengladbach. Die Direktorinnen des Museums Abteiberg sprechen über bauliche Beziehungen in die Stadt, Forschung zu geraubter Kunst und wie sie mit modernen Ansätzen Jugendliche erreichen.

05.05.22 Westdeutsche Zeitung
Jankel Adlers Metamorphosen des Körpers
Wuppertal. Von der Heydt-Museum präsentiert sein neues Werkskonvolut zum spätexpressionistischen Künstler

20.04.22 Westfalenpost
Ausstellung zeigt Museumsdirektorin als taffe Frau
Hagen. 30 Jahre hat Herta Hesse-Frielinghaus in Hagen Museumsgeschichte geschrieben. Eine Ausstellung widmet sich der früheren Museumsdirektorin.

24.03.22 | Siegener Zeitung
"Lange nicht gesehen! Ein Blick in die Tiefen der Sammlung"
Siegen. Im MGK lädt die Studiolo-Ausstellung zu einer intensiven Begegnung mit den 13 Rubenspreisträgerinnen und -trägern

24.03.22 | Westfalenpost
Vom Bild zum Meisterwerk
Siegen. Was macht ein Kunstwerk zum Highlight? Nora Memmert vom MGK entwickelt aus dieser Frage eine spannende Ausstellung

29.09.21 | Rheinische Post
Kaiser Wilhelm Museum. Eine feine Auslese
Krefeld. Es ist der erste Wechsel in der Reihe „Sammlung in Bewegung“

29.06.21 | Solinger Tageblatt
Offener Museumstag
Solingen. Museum: Bild Oscar Zügels wird vor Publikum restauriert

23.12.20 | Stadtanzeiger
Vom Aufspüren, Suchen und Sammeln
Hagen. 75 Jahre Osthaus Museum Hagen

17.11.20 | Rheinische Post
Die Schatzsuche im Nachlass
Kleve. Julia Moebus-Puck erforscht in Kleve den Nachlass des Niederländers Gerard Vermeulen, der seine umfangreiche Sammlung zum britischen Land-Art-Künstler Richard Long dem Museum Kurhaus vermachte.

15.11.20 | Niederrhein Nachrichten
Sammler, Freund, Weggefährte
Kleve. Forschungsvolontärin Julia Moebus-Puck wird sich um das Long-Archiv von Gerard Vermeulen kümmern

05.11.20 | Niederrhein Nachrichten
Künstlerisches Vermächtnis von Hiltrud Neumann bewahren
Goch. Forschungsvolontärin Natascha Frieser arbeitet den Nachlass der Sammlerin für das Museum Goch auf

13.10.20 | Westdeutsche Zeitung
Von der Heydt-Museum wird zum Jankel Adler-Zentrum
Wuppertal. Sammlung wächst um mehr als 550 Werke des Spätexpressionisten.

13.10.20 | Süddeutsche Zeitung
Wuppertal erwirbt Kunst von Jankel Adler
Wuppertal. Das Werk des Künstlers Jankel Adler wird zu einem Sammlungsschwerpunkt im Von-der-Heydt-Museum in Wuppertal

05.10.20 | Rheinische Post
Die Sammlung Neumann aufarbeiten
Goch. Forschungsvolontariat: Schenkung Neumann wird jetzt im Museum Goch inventarisiert 

21.09.20 | Rheinische Post
Volontärin am Stiftsmuseum Xanten: Vergangenes ist ihre Zukunft
Xanten. Die Kunsthistorikerin will die Zusammenarbeit zwischen dem Museum und Universitäten stärken

11.09.20 | Westdeutsche Zeitung
Schenkung: Gegenwartskunst der Aborigines und spätere chinesische Bronzen
Köln. Der Rat hat in seiner gestrigen Sitzung die Annahme von Schenkungen für zwei städtische Museen beschlossen

11.09.20 | MARTA Blog
Blogbeitrag: Einblick in das „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“

24.08.20 | Rheinische Post / NGZ
Stiftung Insel Hombroich in Neuss:Neue Volontärin erforscht Künstler Bart van de Leck
Neuss. Eine neue Form der Museumsausbildung wird in Kooperation mit der Stiftung Insel Hombroich etabliert: das Forschungsvolontariat zum Werk eines Künstlers

20.08.20 | Westdeutsche Zeitung
Der Sprayer von Zürich und das Mittelalter. Die Schenkung Harald Naegelis an das Kölner Museum Schnütgen
Köln. Wissenschaftliches Forschungsvolontariat am Museum Schnütgen eingerichtet

10.08.20 | Niederrhein Nachrichten
Kunstwerke schlummern im Depot
Goch. Neues Depot für den Sammlungsbestand des Museums Goch

20.07.2020 | KUNSTFORUM International
Jonathan Willing forscht über Nachlass Ute Klophaus

25.02.2020 | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Start des Förderprogramms „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“
Mönchengladbach. Der Beginn der Förderinitiative wurde am Dienstag, den 11. Februar 2020 im Museum Abteiberg gefeiert.

24.02.2020 | Rheinische Post
Forscher für die Schätze der Museen
Kreis Kleve. Ein Nachlass, Richard Long und die Ute-Klophaus-Fotografie zu Beuys stehen im Fokus der Forscher.13.02.2020 | Kunstforum International

13.02.2020 | Kunstforum International
Forschungsvolontariat an NRW-Museen

13.02.2020 | Westdeutsche Zeitung
Volontariat für die Krefelder Kunstmuseen
Krefeld. Forschungsprojekt soll in Krefeld Delaunay-Ankauf aufarbeiten.

13.02.2020 | Rheinische Post
Land finanziert Forscher fürs Museum
Krefeld. Das Landesministerin für Kultur und Wissenschaft finanziert Volontariat im Kaiser Wilhelm Museum zur Erforschung der Textilentwürfe Sonia Delaunays.

13.02.2020 | Rheinische Post
Land fördert neue Cross-Over-Ausbildung im Kunstmuseum
Mönchengladbach. Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen gab im Museum Abteiberg das Startsignal für ein neues Forschungsvolontariat in Kunstmuseen in NRW. 17 junge Wissenschaftler können damit ihre Ausbildung in einem Kunstmuseum absolvieren.

13.02.20 | Westdeutscher Rundfunk
Foschungsvolontäre an NRW-Kunstmuseen
Das Land NRW unterstützt die Erforschung der Sammlungen von Kunstmuseen. 16 Häuser bekommen wissenschaftliche Volontäre. Resonanzen spricht mit Susanne Titz vom Museum Abteiberg in Mönchengladbach.

12.02.20 | Lokalkompass
MKP und ZERO Foundation erhalten NRW-Volontariate
Düsseldorf. Im Rahmen der Stärkungsinitiative Kultur erhält auch Düsseldorf zwei neue Forschungsvolontariate.

12.02.20 | Westdeutscher Rundfunk
Neue Volontariate für NRW-Kunstmuseen
Das Land NRW hat für Nachwuchswissenschaftler 17 neue Stellen in Kunstmuseen geschaffen.


Über das Programm 2020-2022

Gustav-Lübcke-Museum Hamm: Der künstlerische Nachlass von Hans Kaiser im Gustav-Lübcke-Museum Hamm

Kunstmuseen Krefeld: „Zwischen den Seeidenstädten: 100 Zeichnungen von Sonia Delaunay aus der Sammlung Robert Perrier" – 2019 erwarben die Kunstmuseen Krefeld ein 100 zeichnerische Arbeiten umfassendes Konvolut der russisch-französischen Künstlerin Sonia Delaunay (1885-1979). Die wissenschaftliche Erschließung dieses Bestandes wird durch das Förderprogramm „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ unterstützt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, ermöglicht und im Zuge eines zweijährigen Forschungsprojektes im Zeitraum 2020-2022 realisiert.

Kunstmuseum Bonn: „Systematische Aufarbeitung der Fotografie-Sammlung auf der Basis bildtheoretischer, thematischer und zeitgeschichtlicher Fragestellungen" – Das Projekt hat zum Ziel, in engem Austausch mit auf Fotografie spezialisierten Institutionen wie bspw. dem Museum Folkwang und der Folkwang Universität der Künste, die Sammlung auf breiter Ebene für Forschung und Wissenschaft sichtbar zu machen. Dadurch soll ein Beitrag zu der von Bund und Land angestrebten Zusammenführung der Forschungsergebnisse zu den einzelnen Fotografie-Sammlungen geleistet werden.

Kunstmuseum Gelsenkirchen: "Die Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen im Spiegel der Kunstszene der 1960er und 1970er Jahre in Gelsenkirchen" – Das Kunstmuseum Gelsenkirchen möchte die Korrelation der prosperierenden Kunstszene und der gleichzeitig problematischen wirtschaftlichen Situation durch die zweite Kohlekrise und die damit einhergehende neue Ankaufspolitik dieser Zeit für die städtische Kunstsammlung in den1960er und 1970er Jahre in Gelsenkirchen untersuchen.

Kunstpalast: "Der neue Kunstpalast. Erforschung und Entwicklung der Neupräsentation der Sammlung" – Die vielfältige Sammlung des Museums erfährt vor dem Hintergrund der Erweiterung des tradierten Kanons eine abwechslungsreiche, interdisziplinäre Neuinszenierung der sechs Sammlungsbereiche bis 2022.

Lehmbruck Museum: Gemeinsamkeiten und Beziehungen des Werkes von Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys und Auswertung der Dokumente im Lehmbruck-Archiv

LVR-LandesMuseum Bonn: "Niederländische Malerei im LVR-LandesMuseum Bonn" – Die ca. 200 Niederländischen Gemälde des Museums werden in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Niederländische Kunstgeschichte der Universität Bonn umfassend erforscht: Ziel sind ein Bestandskatalog, die Präsentation in der neuen Dauerausstellung des Museums und eine Ausstellung mit dem Fokus „Globalisierung im 17. Jahrhundert“.

LVR-LandesMuseum Bonn: "Provenienzen der Gemälde der Düsseldorfer Malerschule am LVR-Landes-Museum Bonn" – In Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Provenienzforschung der Universität Bonn wird der umfangreiche Bestand an Gemälden der Düsseldorfer Malerschule erforscht und auf seine Objektgeschichte hin befragt und kontextualisiert.

Marta Herford: "Entwicklung eines digitalen Verbundkatalogs zur Online-Erweiterung der kuratorischen Arbeit" – Das Kooperationsprojekt soll am Beispiel der Sammlung Marta mit ausgewählten Partnern Empfehlungen, Standards, Strukturen und Handreichungen für eine größere Zugänglichkeit digitaler Museumssammlungen zeitgenössischer Kunst erarbeiten.

Museum Abteiberg: "Fluxus im Rheinland – Fluxus international. Sammlung / Archiv Andersch" – Seit dem Erwerb von SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH 2017 – einer der international umfangreichsten Fluxus-Kollektionen – sind die Mitarbeiter*innen des Museums Abteiberg damit befasst, den umfangreichen Neuzugang zu inventarisieren sowie dessen langfristige Präsentation und Lagerung in einem Schaumagazin vorzubereiten. Die Kollektion von Erik Andersch beinhaltet Kunstsammlung, Kunstbibliothek sowie historische Dokumente zahlreicher Künstlerinnen und Künstler, die der Fluxus-Bewegung zugeordnet werden können.

Museum für Gegenwartskunst Siegen: "Sammlung als Off-Ereignis" – Das Forschungsvolontariat „Sammlung als Off-Ereignis“ am Museum für Gegenwartskunst Siegen möchte die Entwicklung, Werke und Themen der noch jungen Sammlungen Lambrecht-Schadeberg und Gegenwartskunst nicht nur für die zukünftige Sammlungsarbeit erforschen, sondern auch für eine publikumsorientierte Museumsarbeit fruchtbar machen und in seine digitale Kommunikation einbinden.

Museum für Ostasiatische Kunst: "Das Zweite Bronzezeitalter in China: 4.-19. Jahrhundert" – Das MOK fokussiert mit seinem Projekt ein bislang wenig erforschtes Thema der chinesischen Kunstgeschichte. Anlass bietet die geplante Stiftung der Sammlung Schürzeberg mit rund 650 Werken der späteren chinesischen Bronzekunst. Das Forschungsprojekt soll den wissenschaftlichen Austausch mit Universitäten und Museen in China anstoßen und das MOK bei der Entwicklung und Aufarbeitung einer spezifischen Sammlung von internationalem Rang unterstützen.

Museum Goch: Die Schenkung der Sammlung Hiltrud Neumann

Museum Kurhaus Kleve: "Richard Long-Archiv 1970-2018 von Gerard Vermeulen" – Das Museum Kurhaus Kleve hat ein umfangreiches Archiv zur künstlerischen Arbeit von Richard Long geerbt, das durch das Volontariat in zweijähriger Arbeit erschlossen, online auf einer neuen Sammlungswebsite veröffentlicht und im Rahmen einer Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve präsentiert werden soll.

Museum Ludwig: "Forschungsvolontariat Schwerpunkt Ost-Asien" – Das Interesse an der Stärkung der Verbindung des Museum Ludwig zu ostasiatischen Künstler*innen und Museen ist in der Geschichte unserer Institution bzw. der Sammlung Ludwig begründet und soll in Zukunft mit Ausstellungen und Museumskooperationen kontinuierlich ausgebaut werden. Teil des Projektes ist die Ausstellung "HIER UND JETZT im Museum Ludwig. zusammen dafür und dagegen".

Museum Schnütgen: "Der Sprayer von Zürich und das Mittelalter. Die Schenkung Harald Naegeli an das Kölner Museum Schnütgen“  – In dem Projekt sollen die Arbeiten des Schweizer Gegenwartskünstlers Harald Naegeli am Museum Schnütgen in seinen verschiedenen Facetten erforscht und in einer Ausstellung präsentiert werden. Teil des Projektes ist die Ausstellung "Harald Naegeli in Köln" (09. März - 09. Juni 2022).

Osthaus Museum Hagen: "Vom Aufspüren, Suchen und Sammeln. 75 Jahre Osthaus Museum Hagen"  – Erforschung und Darstellung der Sammlungsgeschichte des Osthaus Museums nach 1945

Rautenstrauch-Joest-Museum: Das RJM möchte sich der Herausforderung einer umfassenden Offenlegung seiner Bestände stellen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die systematische Sichtung des Gesamtbestandes im Rahmen eines Forschungsvolontariats. Dazu soll der bisherige Kenntnisstand zu Provenienzen überprüft und um neue Informationen erweitert werden. Die Ergebnisse werden im Anschluss die Basis für die nächsten Schritte bilden, wie etwa eine Priorisierung der Bestände für Tiefenforschung, die Erweiterung von Kooperationen mit Herkunftsgesellschaften und den Austausch mit anderen Museen. 

StiftsMuseum Xanten: Aufbereitung der Sammlungsbestände für die Erforschung und Vermittlung in universitären und außeruniversitären Kultur- und Forschungseinrichtungen

Stiftung Insel Hombroich: Figur, Raum Abstraktion - Redefining De Stijl: Die Bestände von Bart van der Leck in der Stiftung Insel Hombroich

Stiftung Museum Schloss Moyland: "Aktion – Zugriff – Überlieferung: Joseph Beuys in der Fotografie von Ute Klophaus" – Ziel des Volontariats ist die Inventarisierung und wissenschaftliche Erschließung des 2014 erworbenen Nachlasses der Fotografin Ute Klophaus (1940-2010), der rund 15.000 S/W-Abzüge und 52.000 Negative umfasst. Seit 1965 hielt sie nahezu alle Aktionen von Joseph Beuys fest und prägte damit das öffentliche Bild des Künstlers entscheidend.

Von der Heydt-Museum: "Wissenschaftliche Bearbeitung eines Werkkonvolutes von Jankel Adler" – Im Forschungsvolontariat steht die Bearbeitung und Erforschung eines Werkkonvoluts mit Bezug zur rheinischen Kunstszene und zur internationalen Avantgarde der Zeit von den 1920er bis in die 1950er Jahre im Vordergrund. Außerdem erfolgt die Einführung in ein breiteres Spektrum der Museumsarbeit (Sammlungs- und Ausstellungsbetreuung, Vermittlung, Digitalisierung, Provenienzforschung etc.).

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud: "Bestandskatalog niederländische und flämische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts" – Die Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums wurde ab 1967 in einer Reihe seinerzeit vorbildgebender Bestandskatalogen publiziert. Jetzt soll der bedeutende Bestand niederländischer und flämischer Landschaftsmalerei der Beginn einer Neubearbeitung sein. Dabei sind sowohl die künftige digitale Präsentation als auch eine Sammlungspräsentation der Forschungsergebnisse als Ziele bestimmt.

Zentrum für verfolgte Künste Solingen: "Inventarisierung und Tiefenerschließung des Nachlasses Oscar Zügels" – Oscar Zügels Biografie, Werk und Wirken stehen nahezu exemplarisch für die ‚vergessene Moderne‘. Erschließung und Präsentation seines Nachlasses ermöglichen Einblick in alle Aspekte musealer Arbeit. Eine Kabinettausstellung zum Abschluss des Volontariats leistet wichtige Erinnerungsarbeit.

ZERO foundation: "...each grows stronger when nourished by the other. (György Kepes). Sehen, Hören und Fühlen – Phänomene in Natur, Wissenschaft und Kunst." – Ein Kooperationsprojekt der ZERO foundation, Düsseldorf, der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und dem MIT Museum Studio and Compton Gallery des Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, MA, USA.

Im Mittelpunkt jedes Forschungsvolontariats steht ein spezifisches Forschungsprojekt im Kontext der jeweiligen Sammlung unter der verstärkten Zusammenarbeit mit den kunsthistorischen und kunstwissenschaftlichen Lehrstühlen des Landes. Somit ergänzen die Forschungsvolontariate die bereits etablierten Formen von Volontariaten in Kunst- und Kulturmuseen zum einen um ein dezidiert forschungsbezogenes Profil und zum anderen um die gezielte Vernetzung mit der dichten Museums- und Hochschullandschaft in Nordrhein-Westfalen. Die wissenschaftliche Begleitung des Programms ist deshalb an der Professur für Kunstvermittlung und Kunstmanagement am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf angegliedert. Wie das neue Förderprogramm der Forschungsvolontariate strebt auch diese Professur nach einer programmatischen Verbindung von Lehre & Forschung auf der einen Seite und kulturbetrieblicher Praxis in Museum und Kunsthandel auf der anderen Seite.

Das Förderprogramm wird durch eine Jury sowie einen Beirat bestehend aus Expert*innen aus Museen und Hochschulen beraten und begleitet. Die Jury setzt sich aus Vertreter*innen aus Museen und Hochschulen mit hauptamtlicher Beschäftigung außerhalb Nordrhein-Westfalens sowie Vertreter*innen des Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zusammen. Die Jury hat die Aufgabe auf Grundlage des Expertenwissens ihrer Mitglieder Empfehlungen zur Förderungswürdigkeit der ihr vorgelegten Förderanträge abzugeben. Der Gründungsbeirat – bestehend aus Mitgliedern des Initiativkreises aus der Museumsleitungskonferenz der Kunstmuseen in NRW sowie Vertreter*innen der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen, Vertreter*innen des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und einer Vertreterin bzw. eines Vertreters aus dem Kreis der Volontierenden ­– begleitet, unterstützt und evaluiert das Programm im Verlauf.

In Ergänzung zur Ausbildung der Volontierenden in den Museen besteht das wissenschaftliche Begleitprogramm. Das zweijährige Begleitprogramm dient dem intensiven Austausch der Nachwuchswissenschaftler*innen untereinander sowie der aktiven Beteiligung der Volontierenden an aktuellen Museums- und Forschungsdiskursen mit ausgewiesenen Expert*innen und Forschenden in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Im Rahmen der Begleitung mit theoretischen wie praktischen Anteilen wird den Volontierenden als Nachwuchsforschenden die Möglichkeit zur Weiterbildung, fachbezogenen Vernetzung in der Scientific Community, zur kollegialen Beratung und zur gegenseitigen Unterstützung geboten. Das Programm verfolgt die Verknüpfung von vertiefter Spezialisierung in den individuellen Forschungsschwerpunkten unter Berücksichtigung des interdisziplinären Dialogs aus fächerübergreifender Perspektive. Die fachliche wie kollegiale Zusammenarbeit bezweckt damit sowohl die forschungsinhaltliche als auch museologisch-methodische Weiterbildung der Volontierenden und soll diese für ihre wissenschaftliche Ausbildung zusätzliche Impulse liefern.


Projektleiterin: 
Univ.-Prof. Dr. Ulli Seegers

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: 
Eva Caroline Eick M.A. 

Projektlaufzeiten:  
November 2022 – Dezember 2024
November 2019 – Oktober 2022

Gefördert durch:

Verantwortlichkeit: